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    July 31

    Schreck fürs Leben

    Die augenblicklich vorherrschende Plage der zu hohen Insektenpopulation hat mich gestern veranlasst folgendes zu tun:
    Ich habe alle Fenster dicht verschlossen, alles Eßbare in Schränken verstaut, den Hasenkäfig samt seiner Einwohner nach draussen in den Garten befördert, Paraldose in Anschlag und Go!
    Nachdem ich mich so hustenderweise von der Eingangs - bis zur Terrassentür vorgearbeitet hatte und gerade die Letztere hinter mir geschlossen hatte fällt mein Blick durch die Scheibe und mein Herz vor Schreck schier durch meine Unterhosen:
    Das kleine, graue Luder El Diverso sitzt da seelenruhig auf der eindeutig FALSCHEN Seite der Tür auf dem Teppich unter dem Esstisch - wo er keinesfalls hätte sein dürfen, hab ich ihn doch eigenhändig vor gar nicht langer Zeit nach draussen getragen um ihn vor dieser GIftgasattacke zu schützen!
    Keine Ahnung, wie er sich wieder nach drinnen geschafft hat, ich weiss nur daß!
    Mann, war mir schlecht! Ich bin da wieder reingestürzt wie Rambo auf den aus einem Hubschrauber mit Maschinengewehren geschossen wird, mich auf ihn gestürzt und ihn an die frische Luft befördert.
    2 Mal Glück gehabt gestern:
    1. normalerweise versteckt der Kleine sich gern hinter der Lautsprecherbox und weil er ohnehin so winzig und grau und unscheinbar ist, fällt er dort nicht weiter auf, jedenfalls nicht auf den ersten Blick.
    2. in der Regel lässt er sich auch gar nicht gern anfassen, geschweige denn einfangen ohne irgendein Theater zu machen vorweg, das sich bis zu einer Stunde hinziehen kann - meist geht vorher MIR die Puste aus und der Regel hetze ich ihn auch nur, wenn es unbedingt notwendig ist - der Marder im Garten sein Unwesen treibt oder es anfängt zu regnen und er nicht freiwillig wieder reingehen will.
    Insofern fehlt mir darin auch jegliche Übung und im Gegensatz zu den beiden anderen Leckerli-Süchtigen gibts auch gar nichts, womit man ihn locken könnte.
    Wahrscheinlich hat ihn mein "Giftgasanschlag" gestern irgendwie geschockt und er befand sich ohnehin schon auf dem Weg nach draussen oder was weiss ich, jedenfalls sprang er mir beinahe schon in die Hände, so dass ich ihn ohne weitere Umstände in Sicherheit bringen konnte.
    Trotzdem, ich bin zu Tode erschrocken, mein schlechtes Gewissen wollte mich auffressen und selbst die Tatsache, dass ihm offenbar rein gar nichts fehlte, machte das kein bisschen besser.
    Normalerweise kann ich mit dem Wissen, Fehler zu machen, durchschnittlich sogar mehr als andere, ganz gut leben - aber das gestern hat mich echt fertig gemacht!
    Denn ich belle, aber ich beisse nicht und schon gar nicht wäre ich gern ein Mörder! 
    July 06

    Wenn´s dem Esel zu wohl wird....

    Wenn´s dem Esel zu wohl wird....

    ...begibt er sich auf´s Glatteis zum Tanzen! :-)))

    Unter dem Motto "Friede den Hütten, Krieg den Palästen" entstand gestern aus einer dummen Idee und diesem hier:

     

    das "assigste Vogelhaus Leonbergs":

     

    und obwohl man es, ausgehend von dieser enorm windschiefen Konstruktion, nicht glauben möchte, aber das:

     

     

    kam erst gegen Ende mit ins Spiel :-)))

    Was ich eigentlich wirklich sagen will, mit all dem Blödsinn, ist folgendes:

    Mir gehts Prima! Ich bin fit, nichts und niemand raubt mir mehr den Schlaf!

    Offenbar bin ich hart im Nehmen, denn egal wie oft ich dachte in der Vergangenheit, ich hasse mein Leben und das beruht ohne Zweifel auf Gegenseitigkeit - nach ein paar ereignislosen, zufriedenen, glücklichen Tagen, stellt sich mir der Ärger der noch so nahen Vergangenheit dar, als wäre er nie passiert :-)))

    Das ist gut, diese Erkenntnis ist die Hoffnung!

    So und jetzt leckt mich Leute, ich gehe nach Hause :-)))

    June 27

    Oh Yeah

    Hab ich kürzlich mal irgendwo gesehen, um was genau es ging, ist mir entfallen aber ein Mann mit einem Namen, den ich nicht mehr weiss, hat um einen anderen Mann mit einem Namen an den ich mich ebenfalls nicht mehr erinnern kann (demenz???k.a.), zu beschreiben, gesagt, es wäre im Grunde ganz einfach (simple minded), da das Vokabluar von Mann Nr.2 lediglich mit zwei Sätzen bestückt wäre:
    1. Oh Yeah, I like that thing!!!
    und
    2. Yeah that thing really pisses me off!!!
    Das einzige andere Lebewesen, das mir bekannt ist, das in etwa ähnlich geartet ist, wäre Fat Fred, mein dickes, verfressenes Kaninchen das mir zudem unerschrocken, wenn nicht sogar "tierisch" dreist erschien immer.
    Er kann sich zwar in keinster Weise artikulieren, sein Gesichtsausdruck spricht allerdings nur zwei verschiedene, winzig kleine Bände, von denen ich mir nun sicher bin, was sie bedeuten würden, würde er in meiner Sprache reden:
    1. Whoa, es gibt Futter ---> Oh yeah, i like that thing!!!!
    2. Scheissndreggs, Futternapf ist leer! ---> Fuck, that thing really pisses me off!!!!
    Oh ja, es ist wahr: Fernsehen bildet tatsächlich! :-)))))
    June 26

    Vor die Wahl gestellt...

    mich zu entscheiden, zwischen einer zwölfstündigen Schicht härtester Maloche in einem Steinbruch und einem Behördengang bzw. einem gleichwertigen Telefonat (...they keep asking the same fuckin´ questions!...), wähle ich, ohne zwei mal zu überlegen, den Steinbruch!!!
    So langsam entwickle ich dahingehend eine regelrechte Phobie!
    Rathaus = Chamber of Horrors :-))))
    Jelly will sich gehen verpissen aus diese Land - und zwar Presto!!!!
    June 24

    Absurdistan

    In den letzten Tagen, Wochen, Monaten hat mir alles mögliche den Schlaf geraubt, akute Probleme, noch akutere Schmerzen, Depressionen - das volle Programm eben.
    Aber was mich heute Nacht nicht einschlafen liess, ist so lächerlich, dass ich beinahe wütend werden könnte:

    Auf dem Kirschbaum Schmieroschmazki

    saß ein Spatz mit seinen Schatzki.

    Spuckt die Kerne klipokleini auf die Wäsche an der Leini

    schrie die Bäurin Bolowatzki:

    Fort ihr Tiroteufelzbratzki

    schrie der Bauer Wirowenzki:

    Wo sind meine Kirschokenzki

    Federrupfki! Halzumdrazki!

    Hol der Henker alle Spatzki.


    Ich liege also die halbe Nacht wach, weil mein Verstand auf Hochtouren arbeitet, um einen völlig unsinnigen Reim, aus den tiefsten Abgründen meiner Grundschulzeit zu rekonstruieren???
    Also wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten, ich will überhaupt nicht schlafen :-)))
    Brat mir doch bitte einer eins über den Scheitel!!!

    June 22

    ?!?Objects in mirror are closer than they appear?!?

    Seit ich diese seltsamen Aussen- bzw. Innenspiegel habe, die einem irgendwie nicht anzeigen wollen, was ich sehen sollte um meinen Augen zu trauen, graust mir irgendwie vor jedem Spurwechsel.
    Mir kommt es vor, als würden mir alle möglichen Sachen direkt im Genick sitzen, während sie in Wahrheit noch ewig weit entfernt sind und manchmal andersherum, je nachdem in welchen Spiegel ich gerade blicke.
    Ehrlich gesagt, ich verstehe diesen Scheiss nicht und bei dieser Gelegenheit fällt mir noch ein: ich verstehe noch ne ganze Menge mehr nicht!!!
    Manchmal würde ich einfach nur gern, die Dinge so sehen wie sie sind und nicht so, wie sie eben gern dargestellt werden
    June 21

    Lasst tanzen alle Puppen

    Mein Weltbild im Augenblick suggeriert mir, dass es, soweit mein Auge reicht, nur noch drei Gruppen Menschen gibt im Moment:
    1. die Hypersensiblen
    2. die Knüppelharten
    3. die Gleichgültigen
    Die Knüppelharten treiben die Hypersensiblen über kurz oder lang in irgendeine Therapie, die dann wohl übernommen wird von den Gleichgültigen, die aus dem Verhalten der ersteren Kapital schlagen.
    Was stimmt nicht mit dieser Welt? Wo ist die Normalität geblieben?
    Ich war immer der Ansicht, dass jeder von uns, mit denselben Gefühlen bestückt wurde:
    Wut, Angst, Glück, Trauer, Freude usw...
    Dass wir einfach nur verschiedene Auslöser brauchen, um irgendwas davon zu empfinden.
    Aber ich sehe mich um und es gibt nur Dauertraurige, Dauerglückliche, Dauerängstliche...
    Als wären wir alle irgendwie zu emotionalen "Fachidioten" mutiert. Als wären wir nicht in der Lage, mit Stimmungsumbrüchen umzugehen und es so leichter fällt, bei einer Empfindung zu bleiben.
     
    June 20

    El Spidero

    Seit Jahren ist es in meinem Haushalt Sitte, daß alljährlich in einem sorgfältigen Selektionsverfahren eine Spinne ausgesucht wird, die zum Zwecke der Ungeziefervernichtung bleiben darf und den Titel "El Spidero" vom Vorgänger erbt.
    Eine Art "Gentlemen´s Agreement" ----> wir entfernen deine stillgelegten Netze und erhalten damit deine "Tarnung" aufrecht, noch dazu werfen wir dich nicht auf direktem Wege wieder zum Fenster raus, während du dafür Fliegen, Stechmücken und sonstiges Gesocks innerhalb dieser Mauern minimierst - Insektenvernichtung auf Basis natürlicher Auslese, sozusagen!
    Der diesjährige amtierende Inhaber dieses Titels und dieser "Vertrauensstellung" war offenbar keine gute Wahl.
    Mit anderen Worten: er ist stinkendfaul. Er krabbelt den ganzen Tag von einer Küchenecke in die andere, als wäre er auf Dope, Netze baut er im Grunde keine, allerhöchstens spinnt er Fäden von da nach dort um sich daran entlang zu hangeln, eine besondere Art der Fortbewegungshilfe - tja und das wars!
    Der steckt sich sonst den lieben, langen Tag lang seine dürren Beinchen in die Kimme, während mich hier die Fliegen auffressen.
    Werf ich ihn raus, oder was? :-))))
    June 14

    Kann alles, weiß alles, berät Gott in allen wichtigen Angelegenheiten...

    Wir alle kennen sie, Menschen, die zu allem und jedem irgendetwas mehr oder weniger sinnvolles beizutragen haben, gefragt, ungefragt oder gar völlig unerwünscht? Das spielt in diesem Moment für diejenigen keine Rolle, denn sie wissen alles, können alles und beraten schlussendlich selbst Gott bei seinen wichtigsten Entscheidungen.
    Ach ja, was soll man da machen? Ignorieren? Schon versucht, funktioniert nicht. Dagegen halten? Könnte eventuell etwas bewirken, sollte man es tatsächlich schaffen zu Wort zu kommen und vor allem aber auch gehört zu werden.
    Unflätig werden? Ja, das ist gut. Denn so wichtig sie sich auch fühlen mögen, so sehr sind sie trotz allem nicht in der Lage über Beleidigungen hinwegzusehen oder gar drüber zu stehen.
    Aber in der Regel erreicht man damit auch nicht die heiss ersehnte Funkstille, au contraire, dann gehts erst richtig los. Denn so Zeug lassen sie keinesfalls auf sich sitzen.
    Womit wir wieder beim Anfang wären ---> was also tun???
     
    June 13

    Lirum Larum Löffelstiel, wer nix weiss muss schweigen viel

    Entweder es kommt mir nur so vor oder ist tatsächlich so, dass der "Kampf" im Umgang miteinander, schon im selben Augenblick beginnt, in dem man den Mund aufmacht um sich zu äussern, sei es noch so harm - und belanglos, sei es, dass man auch nur ein simples Selbstgespräch führt oder dem Einkaufswagen Haue androht, sollte er nicht augenblicklich damit aufhören zu blockieren und rumzueiern.
    Sagt man auch nur "Buh" ist sofort irgendwer zur Stelle um zu behaupten, man hätte unrecht und alles verhielte sich völlig anders!
    Kann aber auch sein, ich empfinde das nur deswegen wieder so immens, weil ich mich zur Zeit in Leonberg befinde und zu meinem und der restlichen Einwohner Schrecken der Kühlschrank leer war und ich einkaufen musste.
    Ich bin nun mal die stadtbekannte Wahnsinnige, die mit Einkaufswägen diskutiert und Regale anmotzt gefälligst aus dem Weg zu gehen - soweit schon schlimm genug!
    Aber sich als Aussenstehender in diese persönlichen Gespräche einzumischen und Partei für das klapprige Metallgestell auf schiefen Rädern zu ergreifen, das schlägt selbst meine eigene Blödsinnigkeit :-))))
    Aber das ist offenbar der Zeitgeist, der einem vorgibt, immer und überall recht haben zu müssen und alles besser zu wissen, als der andere - wie könnte man sich sonst als Durchschnittsmensch noch in Szene setzen?
    Am besten wäre es wirklich, wir würden alle die Klappe halten, sofern wir nichts wichtiges zum Weltgeschehen beizutragen haben - Schnauze und gut! :-))))
    June 12

    Sir! Wir alle sind Arschlöcher Sir!!!

    An dieser Stelle ist wohl die Hälfte der Menschheit, wenn nicht sogar noch mehr, sicherlich versucht jegliche Schuld und sämtliche Schandtaten entschieden von sich zu weisen. Ich kann sie schon regelrecht hören, die obligatorische Argumentation:
    "So darf man das nicht sehen, der Mensch ist ein Individuum, wir sind alle verschieden und es sind nicht alle nur schlecht....bla...bla...bla...jatata jatata jatata....!!!"
    Ein Schuft der Böses dabei denkt, ich weiss, ich weiss....und ganz sicher gehe ich hier im Grunde nur von mir aus und schliesse darauf fälschlicherweise auf andere....natürlich, ganz klar, so muss es sein!
    Sie können mir sagen was sie wollen, ich bleibe dabei: Wir alle sind Arschlöcher...irgendwann, zumindest einmal im Leben.
    Und es gibt, genau betrachtet, nur zwei Sorten von Arschlöchern: die einen, die es zugeben und die anderen, die das eben nicht tun.
    Keine Ausrede, die nicht gut genug wäre, seine eigenen menschlichen Defizite zu rechtfertigen, zu erklären, dass man keine Wahl hatte.
    Natürlich, manchmal hat man tatsächlich keine andere Wahl, manchmal muss man eben tun, was man eben tun muss....trotzdem, es ändert nichts.
    Wir sind und wir bleiben potentielle Arschlöcher.
     
    June 10

    Pimp my life

    Oh bitte MTV, mein fahrbarer Untersatz ist nagelneu und spiegelglänzend, aber bitte, bitte, bitte .... motzt mir doch mein Leben ein wenig auf.
    I wish I had a rabbit in a hat....oder besser noch einen Urlaub auf Jamaica, einen Liegestuhl am weissen Sandstrand, ein buntes Bändchen um mein Handgelenk, das mir leckere Drinks mit bunten Schirmchen darin sichert und halbnackte Cabana Boys, die mir mit Palmwedeln kühle Luft zufächeln.
    Oh Lord, won´t you buy me, a night on the town.....prove that you love me, and buy the next round.....ja das sind religiöse Beteuerungen, wie sie mir gefallen.
    Der Messias gibt die nächste Runde aus? Wieso auch nicht?
    Wenn er es denn auch nur täte, wenn er doch nur näher am Volk wäre.....ich gebe es zu, ich wäre sein treuester Anhänger.
    Aber mit dieser antiquierten, biblischen Einstellung? Ne, Jesus, ich glaub so tolle Freunde werden wir nicht...es sei denn du kaufst mir einen Farbfernseher ---> I wait for delivery each day until three :-D
    June 09

    Was heißt hier einer??? HUNDERTE!!!

    Ich war noch ein ziemlich kleines Kind, als Bekannte meiner Eltern, als sie mal abends zu Besuch waren folgenden Witz erzählten:
    Oma und Opa sitzen im Auto und hören im Radio die Warnung, dass auf genau der Autobahn, auf der sie sich befinden ein Geisterfahrer unterwegs sein soll. Da sagt Opa zu Oma: Na was heisst denn hier EINER??? HUNDERTE!!!!
    Die Erwachsenen haben sich bepisst vor Lachen aber ich für meinen Teil hab nur Bahnhof verstanden. Was war ein Geisterfahrer??? Und weshalb ist das jetzt denn so lustig???
    Ganz egal, Jahre später kam der Tag, an dem ich verstand - in jeglicher HInsicht.
    Sämtliche scheinbar völlig verwirrte Spinner, die mir da auf meinem Weg so entgegenkamen, waren ja gar nicht die "Geisterfahrer", ganz offensichtlich war der Geisterfahrer wohl ich.
    Und egal, wie oft ich annahm, die Welt hätte das letzte bisschen Verstand verloren, war ja eigentlich ich diejenige, deren Tassen im Schrank kurz vor dem Bersten waren.
    Und jedesmal wenn ich dachte, es liefe alles schief, hätte ich doch einfach nur die Richtung wechseln müssen und mich dem Strom anschliessen, denn das wäre der richtige Weg gewesen, und ich hätte da auch ganz von selbst drauf kommen müssen, hätte ich doch nur die "Schilder" richtig gedeutet.
    Da stands doch klar und deutlich "Sackgasse", "Einfahrt verboten" und "Stop" - alles easy, wo lag das Problem???
    Wollte ich einfach nur gegen den Strom schwimmen, egal um welchen Preis? Nein, der Strom war mir so scheissegal, dass mir jahrelang nicht mal richtig bewusst gewesen ist, dass so was überhaupt existiert.
    Ich hab mir nie gedacht "Ach ja? STOP also??? Na jetzt erst recht!!!"
    Ich wollte mich nicht mit aller Gewalt ausgliedern nur um meiner Individualität (die mir im übrigen auch sowas von schnurz wa rdie meiste Zeit meines Lebens) zu mehr Rampenlicht zu verhelfen.
    Dazu wäre diese Methode auch reichlich ungeeignet gewesen. Denn egal wie oft ich auch in der falschen Richtung auf dieser "Autobahn" gefahren bin, ich kam immer irgendwie an. Allerdings nicht ohne "Eskorte". Angefangen bei der Frau meines Vaters, die nicht müde wurde mir zu versichern, ich würde niemals einen Mann bekommen, wenn ich nicht kochen,putzen, bügeln etc... lerne, bis hin zu denjenigen, die mir in jedem Abschnitt meines Lebens Brief und Siegel drauf gegeben haben, dass ich mit meiner "ganz eigenen" Art nicht weit kommen würde.
    Aber woher wussten die denn schon, wohin ich wollte? Wussten sie nicht und das war für mich das Zeichen, den Gang wieder einzulegen und Gas zu geben, denn letzten Endes, wenn ich mein Leben nicht lebte, würde das auch sonst niemand für mich tun.
    Ich hab noch immer nicht den Anflug einer Ahnung, wie man einen Schweinsbraten auf den Tisch bringt, aber verhungert bin ich deswegen trotzdem nicht, weder ich, noch irgendein Mann, der je mit mir zusammengelebt hat.
    Ich hab noch immer keinen Hauswirtschaftskurs besucht und trotzdem ist meine Wohnung sauber und meine Wäsche faltenfrei. Ich weiss nicht, was es da zu lernen gibt?
    Und wenn ich beim schönsten Sonnenschein den Rolladen runterlasse um vor meiner Spielekonsole zu vermodern, wo doch andere in meinem Alter mit ihren Männern und KIndern und familienfreundlichen Hunden sich ihre Lungen vollpumpen mit Frischluft, so what??? Wenns euch stört, guckt weg und zieht euch ne Nase voll Herbstluft im Stadtpark und freut euch eures Lebens, so wie ich mich des meinen freue - auf meine Art.
     
     
     
    June 08

    Königin der Blinden

    Für ältere Damen, die gern bei Ebay shoppen und Trachtenmoden im Internet bestellen, bin ich seit gestern die Königin von ...irgendwas? Kann ich genau nicht sagen, ich habe gar nicht viel gemacht, außer festgestellt, dass ich auch nicht in der Lage bin herauszufinden, was sie getan hat, dass ihr Internet Explorer sich ums Krepieren nicht mehr starten liess.
    Nachdem ich ungefähr eine Stunde planlos in der Gegend rumgeklickt hatte und ausser diversen Neustarts nichts produktives hinbekam (ich bin diese Thematik betreffend ein vollständiger Legastheniker), beschloß ich kurzerhand ihr dieses Teil auszureden, da ohnehin die Seuche, und ihr Opera aufzuquatschen.
    Nun, Ebay und Landhausshop sind wieder verfügbar und ich bin ein "Genie" :-)))
    Ja was soll man sagen?
    Unter Blinden ist der Einäugige eben König :-)))
    June 07

    Den Seinen gibts der Herr im Schlaf

    Mein ehemaliger Freund, späterer Ehemann und gegenwärtiger Exmann, war stets der Ansicht, ich wäre ein "Duselbauer".
    Ob dieser Begriff nun irgendwie legitimiert und gebräuchlich ist, oder ob er ihn sich schlicht und einfach nur aus dem grossen Zeh gesogen hat (wie so vieles andere im Übrigen auch), das sei hier jetzt mal dahingestellt, aber laut seiner Definition sagt das in etwa Folgendes aus:
    Ich bin ganz offensichtlich mit mehr Glück als Verstand gesegnet!
    In gewisser Weise möchte ich ihm da sicherlich auch recht geben, denn wenn ich über den Zeitraum meines Lebens reflektiere, an den ich fähig bin mich zu erinnern, dann war es durchaus schon so, dass ich mehr als einmal kräftig Anlauf genommen hatte um mit meinem Schädel durch eine massive Mauer zu rennen, diese Mauer sich aber irgendwie und irgendwann noch lange genug vor meiner Ankunft in ein watteweiches Flauschekissen verwandelte, im Besten Falle. Zumindest aber in eine relativ flexible Schaumstoffmatte, die vielleicht eine unbequeme aber doch sichere Landung garantierte.
    Eigentlich, wenn ich es mir ganz genau überlege, sollte ich rein rechnerisch gesehen schon über alle meiner sieben Leben (wäre ich jetzt eine Katze und hätte sieben Leben) verfügt haben und mich genüsslich im Jenseits sonnen, im Fegefeuer schmoren oder von mir aus auch in der Hölle braten - das kommt nun wieder ganz darauf an, wen man dazu befragt.
    Jetzt mal ganz abgesehen von den vielen, vielen "Unfällen" jeglicher Natur, die zu diversen Knochenbrüchen und Krankenhausaufenthalten führten, die egal wie schlimm sie auch aussahen, es trotzdem nicht geschafft haben mich von diesem Erdboden zu tilgen oder mich zumindest ca 2 Meter darunter zu befördern, auch mein Verstand (Börndi S., Gott hab ihn selig, hatte wohl doch recht?) liess mich so manches Mal im Stich, gerade wenn ich ihn am dringendsten gebraucht hätte.
    Warum? Weiss ich doch nicht! An diesem Punkt stellt sich mir einfach die Frage, ob ich nun tatsächlich mit diesem mir oft angedeuteten unverschämten Glück auf diese Welt geworfen wurde, oder ob ich die Wand, gegen die ich immer wieder mit Gewalt versuche zu rennen, von mir aus auch hindurch, nicht in Wahrheit nur etwas ist, das andere sehen, mir demzufolge einreden und ich als Resultat daraus, anstatt der Flauschewolke (um die es sich tatsächlich handelt), die vielgepriesene, steinharte Mauer sehe (die von Beginn an nichts anderes war, als ne Flauschewolke) - bis ich am Ziel bin und es mit eigenen Augen sehe.
    Oder überlässt dieses Leben mir wirklich und wahrhaftig alles umsonst?

     
    June 02

    Im Falle eines Falles, ist richtig fallen alles...

    Dieses Jahr war wahrscheinlich irgendwie dazu auserkoren, mich zu beuteln, in jedweder Hinsicht.
    Ich weiss nicht, ob ich irgendein Resümee daraus gezogen habe, ausser vielleicht, dass die Situation sich mit der Änderung der Betrachtung derselbigen auch zu ändern scheint.
    Es ist wohl eine Frage der Vorgehensweise, man muss lernen, sich im Falle eines Sturzes, richtig abzurollen, nicht mit dem Bauch voran vom 5-Meter-Brett aufs Wasser zu knallen...
    Immer schön mit der Ruhe - weniger ist tatsächlich oft mehr....vor allem wenn es um unsinnige Gedanken geht, die man sich nicht machen würde, wäre man dann und wann nicht schlicht und einfach unterbeschäftigt.
    Auf der anderen Seite ist es manchmal aber auch "lebensnotwendig" einen Gedanken, sei er auch noch so aus der Luft gegriffen und völlig ohne Berechtigung entstanden, einfach zu Ende denken zu können - um zu realisieren, dass er eben genau das ist (unsinnig), um davon wegzukommen, weiterzumachen, es besser zu machen und vor allen Dingen es für die Zukunft auch besser zu wissen.
    Ich habe den fatalen Fehler begangen, einen Fluchtweg nach dem anderen zu beschreiten.
    Ablenkung in Form von davonlaufen, um möglichst Dinge zurückzulassen und zu verdrängen, die mein Seelenheil gefährden könnten.
    Das hat so nicht funktioniert - denn irgendwann musste ich ja immer wieder zurückkehren und all das war noch da und ebenso unerledigt wie zuvor.
    Dann war ich durch einen so zwar nicht geplanten, nichtsdestotrotz aber im Nachhinein betrachtet glücklichen Umstand, für ein paar Tage ziemlich "Incommunicado", so sehr man das in diesen Breitengraden eben sein kann, und mein Leben sah, ganz für mich allein betrachtet und ganz auf mich allein gestellt, von Minute zu Minute immer positiver aus.
    Niemand da, der aufkeimende Ideen von Beginn an durch Widerspruch wieder zurück in den Limbus beförderte. Niemand da, der komplizierte und verzweigte Gedankengänge, durch sinnlose Einwürfe, sinnloser Informationen auf halbem Wege unvollendet abreissen liess.
    Man muss den Weg einfach bis zu seinem Ende gehen, habe ich festgestellt, denn am Schluss bleibt immer ein einziger, meist positiver, Grundgedanke übrig.
    Das Leben ist die richtige Mischung aus Veränderungen und Konstanten - Veränderung zur Beseitigung von Mißständen unter Beibehaltung der wichtigen Konstanten, die einem immer wieder Boden unter die Füsse geben.
    May 31

    Jedem Tierchen sein Pläsierchen

    Melde mich von meinem dreitägigen Paris-Trip zurück.
    Ich weiss, ich mecker immer und überall und wer einmal meckert, dem glaubt man irgendwann nicht mehr, aber vor dem Eiffelturm zu stehen mit einer Frau, die diesen Moment nostalgischer Kindheitserinnerung, gepaart mit einer ordentlichen Portion Wehmut, aber auch aus tiefstem Herzen empfundener Hingabe an diesen von mir geliebten Anblick, mit den Worten "Wie soll man da ein Gerüst anbringen können, wenn man ihn mal streichen will?" und "Der ist ja BRAUN!!! Lass uns die nächste Metro-Station suchen und verschwinden!" stört, ist nicht direkt der Stoff aus dem meine Träume sind :-)
    Nun, Paris ist für mich ein Stück Heimat, wenn auch Vergangenheit leider, dennoch gelingt es dieser Stadt immer wieder, den Teil von mir, der für die Unzufriedenheit zuständig ist, maximal zu sedieren und nur die guten Gefühle in mir bzw aus mir herauszuholen.
    Ich bin ein völlig anderer Mensch dann. Ein Mensch, der die Faszination noch kennt, der sich immer noch für die Dinge interessiert, die er vor sich sieht, ein Mensch der vollständig an alle Wunder glaubt!
    Man muss Regine also zugute halten, dass ich mich genau so und noch viel dümmlicher anstellen kann, wenn man mich auf den Gipfel irgendeines Berges schleift, damit ich mich an dem Blick über den Horizont und aufs Tal berauschen kann. Das trifft bei mir auf völliges Unverständnis, so dass ich ebenso sofort und dringlich nach dem nächstbesten Fortbewegungsmittel Ausschau halte um möglichst rasch wieder verschwinden zu können!
    So hat wohl jeder, seinen eigenen Fetisch :-)
    Paris ist wundervoll, Paris ist mein NONPLUSULTRA!
    May 28

    Kaffee, Kippe, Klo

    Das klingt jetzt nicht besonders damenhaft, ich weiss - dennoch die traurige Wahrheit.
    In einer Welt voller Gesundheitsprediger, Moralisten und Prinzipienreiter, ist es geradezu ein Wunder, dass mein Kopf und meine Hände noch nicht durch eine massive Holzkonstruktion gezwängt und auf dem Marktplatz aufgebaut wurden, als abschreckendes Beispiel für die bislang von der Zivilisation noch ungeschädigten und unschuldigen Jungs und Mädchen, an den Händen ihrer vorblidlichen Jungmamis, die irgendwie doch alle gleich aussehen.
    Als noch grösseres Wunder allerdings empfinde ich den Umstand, dass noch keiner erkannt hat wie ungesund und schädlich und unmoralisch "Moneymaking", diese neuzeitliche "Wettkampfdisziplin" eigentlich wirklich ist und genau so wie das Passivrauchen, oder sogar noch schlimmer, die (geistige) Gesundheit des Umfelds beeinträchtigen kann.
    Nun ja, Jelly is doof und wirds nie kapieren :-)))

    Lord you know it ain´t easy
    you know how hard it can be
    but the way things are going
    they´re gonna crucify me
    May 27

    Vögeln wie Gott in Frankreich

    Wenn Jelly auf Reisen geht, gibt es immer irgendeine unbedeutende und doch "wichtige" Sache, die sie zu hause vergisst. Auf diese Weise kam ich zu ungefähr 15 Haartrocknern, ähnlich vielen Regenschirmen, Mützen, Handschuhen usw. - alles schön zu hause aufgereiht zum Einpacken und trotzdem schliesslich dort vergessen. Dieses Mal war es die obligatorische Kopfbedeckung, die Handschuhe und die Zigaretten, die ich zwar nicht vergessen hatte, aber auf unerklärliche Weise habe ich es geschafft - der Zylinderchengott allein, mag wissen wie - 4 grosse Schachteln Glimmstengel innerhalb kürzester Zeit zur Strecke zu bringen! Genau so fühle ich mich natürlich auch, aber das nur am Rande. Jedenfalls überall dort, wo ich Zigaretten in Deutschland finde, vermute ich sie zuallererst natürlich auch in anderen Ländern, primär an Automaten und an Supermarktkassen. Und genau dort - und wie es aussieht auch an allen anderen strategisch wichtigen Punkten eines Einkaufszentrums, vor Bahnhofstoilletten oder an Tankstellen - findet man in Frankreich statt den Kippen eine mehr oder weniger grosse Auswahl an Präservativen! Das sagt mir jetzt was? Make Love, don´t smoke :-))) Vögeln ist in jeglicher Hinsicht billiger und gesünder als Rauchen :-)))
    April 06

    Der Teufel und die arme Seele

    Seit geraumer Zeit beobachte ich folgende Eigenarten bei meinen Karnickels: Watzo der älteste und sanftmütigste unter ihnen, der jeden "Neuling" sofort annimmt, sein Fressen mit ihm teilt und ihm das Fell leckt, wird im Grunde genommen nichts als ausgenutzt in seiner Gutartigkeit. Freddie zum Beispiel, als er letztes Jahr dazu kam, hatte böse unter El Diverso, dem kleinen Fiesling zu leiden. Dieser verfolgte ihn regelrecht, lauerte ihm auf und wenn Freddie als Friedensangebot demütig seinen Kopf vor Diverso´s Pfoten senkte, damit er ihm mit der Zunge einmal über das Fell fahren möge, biss der kleine Intrigant herzhaft zu! Nachdem Freddie sich auf diese Weise einen Korb nach dem anderen holte, gesellte er sich zu Watzo und liess sich dort seine Wunden lecken - bis es wieder so weit war, dem kleinen, grauen Luder in den pelzigen Hintern zu kriechen. Dieses Spiel spielt er bis heute noch genau so und wahrscheinlich wird es damit auch niemals genug sein! Es ist ihm offenbar ein äusserst wichtiges Anliegen, bei seinem "Peiniger" möglichst gut anzukommen und Streicheleinheiten zu erhaschen. Ich für meinen Teil, mische mich da möglichst wenig dazwischen, denn diese Hierarchie scheint irgendwo einen tieferen Ursprung und Sinn zu haben, den ich als Mensch wohl nicht erkennen, geschweige denn verstehen kann. Nur die blutigen Kämpfe - die lasse ich nicht zu! Allerdings fallen mir dazu alle möglichen Parallelen ein, wie zum Beispiel mein Freund Edgar, seines Zeichens streng gläubiger Katholik, mir vor Jahren mal auseinandersetzte, dass Satan, Luzifer, der Teufel höchstpersönlich am schärfsten wäre auf die gute und gläubige Seele. Denn die "Bösen" unter uns, hat er ohnehin schon in der Tasche, nach unserem Ableben werden wir uns unweigerlich zur Hölle begeben. Während man um die "Guten" werben muss - was wohl den Reiz besonders erhöht? Keine Ahnung, ich gebe nur wieder, was man mir darüber so erzählt hat. Währenddessen ist es bei den Gläubigen genau umgekehrt, die versuchen nicht mit ihresgleichen zu verhandeln, sondern sehen ihre Bestimmung darin, die Ungläubigen zu konvertieren. Alles in allem, stellt sich mir in etwa dieses Bild dar: Der Weg des geringsten Widerstandes scheint keinen besonderen Reiz auf Mensch, Tier und Dämon auszuüben! Interessant ist nur, was schwer zu haben ist, was man sich erkämpfen muss, indem man WIderstände durchbricht! Ehrlich gesagt, ich verstehe diese Logik nicht - aber was weiss ich schon???